Pulverbeschichtung - Kontaktierung

Kontaktierungslöcher/Ablaufbohrungen sind für eine ordnungsgemäße Bearbeitung nötig. Falls diese Vorbereitung nicht vom Auftraggeber durchgeführt wird, wird dies von AGRU ausgeführt und nach dem tatsächlichen Aufwand berechnet. Die Bohrungen sind vom Kunden lt. folgenden Skizzen anzubringen: 

Ablaufbohrungen zum Entrinnen diverser Vorbehandlungsflüssigkeiten benötigen einen Durchmesser der Bohrung von mind. 10mm.

Die Ablaufbohrungen ganz am Rand bohren (tote Ecke und Winkel vermeiden), da die Rahmen im Zuge der Vorbehandlung schräg gestellt werden und im Eckbereich ansonsten Vorbehandlungsflüssigkeit stehen bleibt. 

Bitte berücksichtigen Sie, dass die Kontaktierung u.a. bei Geländern, Zaunkonstruktionen etc. so erfolgt wie diese eingebaut werden (Handlauf oben)!

Wichtige Hinweise

Sichtflächen

Bei Pulverbeschichtung von Winkel- oder Flachmaterial in Stangenware ist es unbedingt notwendig, dass die gewünschten Sichtflächen am Lieferschein gekennzeichnet werden. 
Dies gilt auch, wenn die besagten Profile nicht direkt von Ihnen, sondern von diversen Händlern angeliefert werden.

Ist kein Vermerk bzw. keine Skizze am Lieferschein angeführt, so bitten wir um Berücksichtigung, dass Winkel generell außen und Flachmaterial einseitig beschichtet werden!

Bei beid- oder allseitiger Beschichtung von Flachmaterial Winkel ist zu beachten, dass mehrere Auflageflächen zum Kontaktieren erforderlich sind.

Erfolgt bei Blechkantteilen keine Angabe bezüglich der Sichtseite, so werden Blechkantteile - sofern für uns die Außenseite erkennbar ist - einsieig außen beschichtet. Ist für uns die Außenseite nicht erkennbar, so werden die Teile bestmöglichst beidseitig beschichtet (Berechnung folgt somit auch beidseitig)

Nachträgliche Verformung

Wenn eine nachträgliche Verformung der beschichteten Werkstücke stattfindet, muss die Eignung im Vorfeld überprüft werden. Mikrorisse in der Pulverlackoberfläche können zu Korrosionsschäden führen.

Beachten Sie insbesondere, dass bei ungünstigen Lagerbedingungen das Zusammenwirken von Wasserstau (z.B. unter Verpackungsfolien) und Hitze zu milchig-weißen Flecken auf der Pulverbeschichtung bzw. zu Abdrucke der Verpackungsfolie führen kann. Diser möglicherweise vereinzelt auftretende physikalische Vorgang ist durch Wärmeeinwirkung (z.B.: Nachtempern im Ofen, Industrieöfen) reversibel.

Weiterverarbeitung

Fugendichtmassen und sonstige Hilfsstoffe wie Einglashilfen, Gleit-, Bohr- und Schneidmittel etc., die in Kontakt mit beschichteten Oberflächen treten, müssen pH neutral und frei von lackschädigenden Substanzen sein. Sie müssen vorab beim Verarbeiter einer Eignungsprüfung unterzogen werden.

Dickwandige Profile

Bei der Pulverbeschichtung von dickwandigen Profilen (die Wandstärke der einen Schale ist höher als die der anderen Profilschale z.B.: schussichere Profile) ist folgendes zu beachten:

  • Beim Einbrennen des Pulverfilms (ca. 180°-20°C) kommt es aufgrund der unterschiedlichen Wandstärke zu verschiedenen Objekttemperaturen (Einbrenntemperaturen, wodurch Farbtonunterschiede zwischen Außen- und Innenschale möglich sind.
  • Außerdem erwärmen sich die beiden Profilschalen verschieden schnell und dehnen sich somit auch unterschiedlich schnell aus. Es kann daher bei wärmegedämmten Profilen (Kunststoffsteg) zu Defomrierung kommen! Bei derartigen Reklamationen kann AGRU nicht verantwortlich gemacht werden.

 

 

 

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